Gescheiterte Drogenpolitik: Die US Regierung stuetzt die Nutzung falscher Informationen

Eine der schaedlichsten Aspekte des Drogenkrieges ist die Ausbreitung von Fehlinformationen die von der Regierung gestuetzt werden.

Die laufende Debatte ueber medizinischen Cannabis in den USA geht weiter. Zur Zeit haben 13 Staaten die medizinische Nutzung von Cannabis legalisiert, waehrend das Bundesgesetz noch nicht zwischen den medizinischen und den freizeitlichen Gebrauch unterscheidet.

Am 10. November hat die American Medical Association, die groesste Standesvertretung der Aerzte und Medizinstudenten in den USA, seine Meinung ueber medizinischen Cannabis geaendert. An diesem Tag veroeffentlichte die AMA einen Bericht, in dem dargelegt wird, dass THC manche medizinische Nutzen haben mag. Der AMA Bericht rief die Regierung auf die bundesgesetzliche Einstufung von Cannabis, das zur Zeit zur der Kategorie I fuer hoechst-suchterzeugende Betaeubungstmittel ohne medizinischen Nutzen gehoert, wie auch Heroin und Ecstasy, zu aendern. Ironischerweise befinden sich manche andere Drogen, die schaedlicher sein koennten, zur Zeit in Kategorie II, fuer Substanzen mit medizinischem Nutzen. Obwohl das Bundesgesetz nicht immer durchgesetzt wird, gibt es ueber 100 US Buerger, die sich entweder in Haft befinden oder gegen denen fuer den Anbau von oder Handel mit medizinischem Cannabis ermittelt wird.

Trotz der Meinungsaenderung der AMA, blieb noch eine Woche nach der Veroeffentlichung des Berichts die urspruengliche Aussage gegen medizinischen Cannabis auf der Webseite der Drug Enforcement Agency (DEA) unveraendert. Dies veranlasste LEAP, eine Gruppe die sich die Reform der Drogenpolitik einsetzt, Menschen dazu aufgefordert dem US Justizminister Eric Holder zu schreiben er solle die Webseite aktualisiern. Sie waren erfolgreich und nachdem sich viele US Buerger auch ueber die Nutzung von oeffentlichen Geldern fuer die Stuetzung von Fehlinformationen beschwerten, musste die DEA diese Informationen entfernen. Allerdings wurden andere Regierungsdokumente immer noch nicht aktualisiert, wie beispielsweise die Information der Behoerde fuer Nationale Drogenpolitik und andere Webseiten die mit der DEA verbunden sind.

Eine wichtige Kritik gegen Regierungsgestuetzte Fehlinformation ueber den Drogengebrauch, ist das dessen Auswirkung das genaue Gegenteil ihrer Absichten sein koennte. Sogar das Nationale Institut fuer den Drogenmissbrauch gestand, dass Studien die die Wirksamkeit der Verbreitung von Informationen im Vergleich zu der Nutzung von Furcht haben gezeigt, dass das letztere unwirksam ist". Gesetze in den USA in bezug auf Cannabis bleiben sehr unklar und senden widerspruechliche Botschaften die schaedliche Auswirkungen auf die Gesellschaft haben koennen.

Vereine, wie zum Beispiel Americans for Safe Access (ASA) haben die Politik der Bundesregierung und dem Gesundheitsministerium aufgefordert die falschen Informationen zu aendern in Uebereinstimmung mit dem Data Quality Act (DQA).Die DQA ist ein Gesetz, das Mindesrichtlinien fuer die Datenqualitaet von Regierungsbehoerden setzt. Die Klage wird jedoch nun angefochten nachdem das Amtsgericht die DQA fuer nicht zur richterlichen Ueberpruefung offen befand.

Diese Auseinandersetzung ist nur ein Teil einer groesseren Kampagne fuer eine unvoreingenommene Drogenpolitik die auf wissentschaftliche Belege basiert ist und nicht nur Mythos und Verdacht. Dies ist widerum Teil einer noch groesseren Debatte ueber die Tatsache, das Wissenschaft und Technologie sich immer weiter entwickeln und dass diese Fortschritte genutzt werden sollten um die Problem unserer Gesellschaft besser zu verstehen. Die Drogenpolitik koennte ohne eine wissenschaftliche Basis im Gesundheitswesen grosse Schaeden anrichten. Die California Medical Association (Medizinische Gemeinschaft von Kalifornien) hat sogar behauptet, dass der Verbot von Cannabis, sogar fuer den Freizeitgebrauch, sei eine gescheiterte Politik fuer das Gesundheitswesen.

Vereine die sich fuer die Reform der Drogenpoltik einsetzen spielen sein wichtige Rolle, weil sie oft Fehlinformationen indentifizieren und versuchen die Geruechte rundum illegale Drogen auszuloeschen.  Wenn man sich die Geschichte der Drogenpolitik in den USA und die oeffentliche Meinung in Bezug auf Drogen anschaut, sieht man eine klare Entwicklung.  An der Jahrhundertwende haben Furcht und rassistische Propaganda zu der Behauptung gefuehrt, dass fuer die "meisten Anschlaege, die auf weisse Freuen aus dem Sueden veruebt wurden, das 'Kokainsuechtige Neger-Hirn' verantwortlich war". Die Cannabis Prohibition wurde auch von solcher Propaganda gestuetzt und in 1931 haben Beamte in New Orleans Cannabis fuer viele der oertlichen Verbrechen  verantwortlich gehalten; sie behaupteten es waere ein gefaehrlicher sexueller Stimulant. Trotz der fortschrittlichen Entwicklungen bleibt noch viel zu tun. Wenn ihr dem US Justizminister Eric Holder eine Email ueber die Nutzung der oeffentlichen Gelder fuer die Verbreitung von falschen Informationen schreiben moechtet klickt hier.