Italiener wird im Gefaengnis umgebracht

Dies ist eine unglaubliche Geschichte. Der 31-jaehrige Epileptiker Stefano Cucchi ist im Gefaengnis unter mysterioesen Umstaenden gestorben, nachdem er zusammengeschlagen wurde. Stefano wurde von der Italienischen Polizei fuer den Besitz einer kleinen Menge Betaeubungsmittel (29g) verhaftet. Eine Woche nach Beginn seines Gefaengnisaufenthaltes wird er tot aufgefunden. Die von seiner Familie veroeffentlichten Fotos sind grausam; sein Koerper zeigt Zeichen von Gewalteinwirkung.
Seine Familie hat bei den Behoerden Beschwerde eingereicht, da sie ihn waehrend seiner Haft nicht sehen durften, und setzen nun grausame Fotos seines zerschlagenen Koerpers in Umgang. Der Leiter des Gefaengnisses behauptet, dass er bereits bei seiner Ankuft in dieser Verfassung war. Wie dies zu einem Todesfall wurde bleibt unklar.
Die Italienische Polizei traegt die Verantwortlichkeit fuer viel zu viele Gewalttaten und ungerechte Angriffe. Wie ist es moeglich das durcheinander in den Tagen waehrend dem G8 Gipfel in Genoa zu vergessen, die nach einer Strassenschlacht mit dem Mord von Carlo Guiliani endeten? Oder die grausame Geschichte von dem Tischler Aldo Bianzino, der im Gefaengnis getoetet wurde weil er Marijuana angebaut hat. Als Italienische Buerger duerfen wir diese Ereignisse, in denen die Polizei die Kontrolle verlor, nicht vergessen. Wieso verschwimmt so oft die Grenze zwischen Macht und Recht und verwandelt sich in willkuerliche Gewalt?
Wieso sterben in Italien so oft Menschen die wegen Drogenbesitzes inhaftiert werden innerhalb von wenigen Tagen?
Fuehrt das aktuelle Betauebungsmittelgesetz, das von Berlusconis Regierung erlassen wurde, zu einer gefaehrlichen Diskriminierung gegen Drogenverbraucher? Diese Diskriminierung ist nicht nur ein Problem der Stigmatisierung und Kriminalisierung. Wir sprechen hier von einer grausamen Verletzung der Menschenrechte. Wir sprechen von Mord.





