Katholische Kirche unterstuetzt Spritzentausch

Ein katholischer Bischof sorgt fuer Aufregung, als er gegen traditionelle katholische Werte geht indem er den Spritzentausch als hochwirksam im Kampf gegen die AIDS/HIV Epidemie einschaetzt.

Bischof Hubbard der Albany Dioezese, Vorstand des Komitees fuer Internationalen Justiz und Frieden der US-amerikanischen Bischofskonferenz, hat dem Vorschlag zugestimmt Heroinabhaengigen in Albany, New York saubere Spritzen bereitzustellen.

Der Vorschlag kam von einer Gruppe gemeinnuetziger katolischer Organisationen, die eine neue Einstellung gegenueber solchen Themen einnehmen wollen. Die katholische Kirche ist traditionell gegen Aspekte der Schadensminderung bei Drogenverbrauchern, so wie der Spritzentausch um die Verbreitung von durch Blut uebertragene Krankheitserreger zu bekaempfen. Hier ist man der Auffassung, dass Menschen dazu angeregt werden sollten enthaltsam zu bleiben. Laut dem staatlichen Gesundheitsamt koennen die haelfte der neuen AIDS Faelle in 1990 auf intravenoesen Drogenverbrauch zurueckgefuehrt werden. to IV drug use in 1990. In 2004, nachdem Spritzentauschprogramme eingefuehrt wurden, war diese Zahl 7 Prozent. "Dies ist eine nachgewiesene Methode die Landesweit benutzt wird, aber es hat eine grosse Luecke in diesem Bereich gegeben die niemand bereit war zu fuellen," meint Angela Keller, Direktor der AIDS Dienste fuer gemeinnuetzige katholische Organisationen. Zu diesem Amt kam sie nach fuenf Jahren mit dem AIDS-Rat.  Letztes Jahr kam von dem Vatikan die Aussage, Schadensminderung sei anti-Leben und "sogennante Schadensminderung fuehrt zur Liberalisation des Drogenverbrauchs". Trotzdem zeigen die Ereignisse in den USA, dass es Orte gibt wo katholische Morale sich mit den Zeiten entwickeln.

Organisatoren des Programmes Project Safe Point, haben sich mit Nachbarschaftsgemeinschaften, Drogenverbrauchern, der Polizei und AIDS-Aktivisten getroffen. Die Wohlfahrtsabteilung der roemisch-katholischen Dioezese von Albany pruefen das Programm bereits seit fuenf Jahren und es wurde jetzt auch  von dem Vorstand und Bischof Hubbard angenommen.

"Ich verstehe, dass es Fragen geben wird, aber das zeigt gesunden Menschenverstand," sagt Schwester Maureen Joyce, Vorstandsvorsitzende der katholischen gemeinnuetzigen Organisationen. "Ich glaube fest hierran. Es wird Leben retten." Spritzentausch wird immer mehr als vernuenftiges Mittel gegen die AIDS-Krise angesehen und letztes Jahr hat die Obama Administration den Verbot gegen die foederale Finanzierung von Spritzentauschprogrammen aufgehoben, die bisher nur oertliche und staatliche Finanzierung erhielten. Obwohl manche Menschen den Spritzentausch noch immer als Anreiz fuer Drogenabhaengige betrachten, waechst die Zahl der Spritzentaeusche und das Nord-Amerikanische Spritzentausch-Netzwerk behauptet es haette im letzten Jahr mehr als 30 Millionen saubere Spritzen verteilt.

Viele sehen die Abneigung der katholischen Kirche gegenueber Themen wie dem Drogenverbrauch als eine grosses Hindernis zur Bekaempfung der HIV/AIDS-Epidemie. Die National Institute of Health schaetzen, dass zwischen fuenfzehn und zwanzig prozent von intravenoesen Drogenverbrauchern HIV haben und mindestens siebzig prozent Hepatitis haben. Der Vatikan behauptet, dass die Kirche weltweit fast 27% der HIV/AIDS Dienste liefert; eine liberalere Einstellung zum Spritzentausch wuerde diese Zahl erhoehen. Schwester Joyce meint auch, dass “von einem theologischem Standpunkt sind wir unserer Mission nicht treu, wenn wir nicht auch den Menschen helfen die von Drogen abhaengig sind”.

Mehrere Mitglieder der Kirche und katholische Mediziner haben auch die Nutzung von Kondomen als Methode zur Praevention von HIV befuerwortet, trotz den Einwaenden des Vatikans. Jon Fuller, ein jesuitischer Priester und HIV/AIDS Arzt der in der Boston Medical Centre praktiziert meinte, “eine Aenderung der Einstellung der roemisch-katholischen Kirche gegenueber Kontrazeption koennte eine erhebliche Auswirkung auf die Verbreitung von HIV haben. "